Hoch hinaus wollte ich - Eine Geschichte, die uns alle angeht!

Die Idee zu der Geschichte beruht auf offiziellen Pressemitteilungen vom Februar 2008. Die Nachrichten aus dem Frühjahr 2008 hatten mich im März desselben Jahres auf unglaubliche Weise mitgenommen. Obwohl ich keinerlei persönlichen Bezug zu dem Geschehenen hatte, war mir von Anfang an klar, dass ich die in den Internetnews gelesene Geschichte zu einem Roman verarbeiten wollte. Das Schicksal des Verstorbenen ließ mich nicht mehr los. Zunächst wollte ich einen anderen, bereits begonnenen Roman beenden. Dies war einfach nicht möglich. Zu sehr beschäftigte mich „Er“, der zwar nicht wirklich namenlos war, dennoch zumindest in meiner Erzählung anonym bleiben sollte, weil er stellvertretend für viele Menschen steht, die tagtäglich wesentlich weniger Mut an den Tag legen.

Nicht alle Schicksale müssen öffentlich werden. Überhaupt steht schon das Wort „Schicksal“ für etwas sehr Persönliches, etwas, das in kein fremdes Ohr dringen sollte, für etwas, das bleiben sollte, wo es ist. Der Ort spielt dabei keine Rolle.

Es gibt allerdings auch Geschichten, die erzählt werden müssen, welche, von denen alle Kenntnis nehmen sollten, weil sie uns etwas zu sagen haben, weil es alle etwas angeht. „Hoch hinaus wollte ich“ ist genau so eine Geschichte.

Susanne Kowalsky